Welche Smartwatches könnten 2026 auf den Markt kommen?

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18.1.2026 | 10 MIN

Das Jahr 2025 war reich an neuen Modellen. Wohin steuert das Segment der Smartwatches 2026? Welche konkreten Modelle könnten wir sehen? Lassen wir ein wenig die Fantasie spielen.

Schon im vergangenen Jahr habe ich ein wenig über Smartwatches fantasiert, aber ich dachte mir: Warum nicht noch etwas konkreter werden?

Im folgenden Beitrag habe ich bisher eher Funktionen als Modelle auseinandergenommen – das holen wir jetzt nach.

Garmin

Diese amerikanische Marke hatte es in den letzten Jahren nicht leicht. Mir scheint jedoch, sie gehen langsam, dafür konsequent vor – und das ist positiv gemeint. Genau das ist aus meiner Sicht der Grund, warum sie heute stehen, wo sie stehen. Mit Wearables arbeiten sie schon lange und sind ein Paradebeispiel für die „Schildkrötentaktik“.

Ich nehme an, Sie kennen die Fabel vom Hasen und der Schildkröte. Seit der Jahrtausendwende machen sie kleine Schritte – und sind damit im Smartwatch-Segment weiter gekommen als mancher Sprinter. Natürlich haben sie den Vorteil, dass sie das „Rennen“ etwas früher begonnen haben als andere, aber die Pointe ist klar. :)

Dass sie so weit gekommen sind, hat allerdings einen Nebeneffekt – es wirkt plötzlich, als gäbe es keinen Fortschritt. Es gibt schlicht nicht mehr viel Raum nach oben.

Genau deshalb denke ich, dass 2026 für sie eher ein Jahr des Nachjustierens wird.

Was ihre Uhren plagt (sprich: was mich nervt):

  • langsames Betriebssystem
  • hoher Preis
  • Gehäusedicke

Ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob sie am Preisschild etwas ändern – die Leute kaufen ihre Uhren weiterhin unabhängig vom Preis. Erwähnen muss ich es dennoch, denn genau das war im letzten Jahr das wohl meistdiskutierte Thema in der Community. Zugleich gilt: Garmin kann seinen Preis bislang verteidigen – wohl weil sie beide Welten, die smarte und die sportliche, am besten verbinden.

Kommen wir zu konkreten Modellen.

Fenix 9. Könnte er kommen? Garmin hält meist einen Zweijahresrhythmus zwischen den Generationen, doch erst vor Kurzem ist der Fenix 8 Pro erschienen. Dennoch glaube ich, dass Garmin die Palette um eine weitere Generation erweitern könnte.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass microLED in allen Größen landet, aber irgendetwas sagt mir, dass Garmin auf eine sparsamere Spielart des AMOLED-Displays setzen könnte – nämlich LTPO. Diese Technologie passt die Bildwiederholrate dynamisch an und schont so den Akku.

Ein neuer Prozessor wäre ebenfalls überfällig – denn ein Wort, das man für Garmins UI nur selten verwenden kann, ist „flüssig“.

Denkbar wäre zudem, LTE auf alle Gehäusegrößen auszuweiten, und ehrlich gesagt kann ich mir auch ein größeres Display bei der 51mm-Version vorstellen – gern bis 1,5". Und ein neuer Herzfrequenzsensor? Mir scheint, dass sich Elevate 5 nicht wirklich bewährt hat; die Optik könnte also noch Feintuning gebrauchen.

Und wenn sie das Ganze dann noch mit etwas Zauberstaub bestreuen würden, der die Gehäusedicke reduziert – das wäre ein Traum!

Verbesserungen für den Fenix 9 ließen sich zuhauf finden. Zum Glück habe ich dazu einen eigenen Artikel.

Enduro 4. Hier erwarte ich keinen großen Wurf, eher eine Verstärkung der bestehenden Stärken – noch längere Akkulaufzeit, noch effizienteres Solarladen. Außerdem rechne ich damit, dass Garmin das MIP-Display aus der Fenix-Reihe hierher verschiebt und es bei der Fenix nicht mehr auftaucht.

Forerunner 170. Ehrlich gesagt fehlt Garmin ein wirklich günstiges Sportmodell. Ich will nicht fies klingen, aber der Forerunner 570 hat sich nicht wirklich bewährt, und die älteren Forerunner – FR 265, FR 255 oder gar FR 55 – sind schlicht zu alt. Es braucht ein neues, preislich zugängliches Paket.

Natürlich bleibt die Frage, ob diese Rolle nicht der erwartete Vívosmart 6 übernimmt – vorerst können wir nur spekulieren.

Venu SQ 3. Wahrscheinlich kommt sie nicht, aber wenn Garmin die Ausstattung der Vívoactive 6 in ein eckiges Gehäuse gießt – warum nicht? Das würde reichen.

Natürlich könnte es noch mehr Modelle geben – allein 2025 hat Garmin eine ganze Reihe veröffentlicht. Denkbar wäre etwa auch eine MARQ 3, aber lassen wir uns überraschen.

Apple und Samsung

Diese beiden Player habe ich bewusst in eine „Schublade“ gesteckt, weil beide Marken traditionell im Herbst neue Modelle bringen.

Wir können also ziemlich sicher sein, dass definitiv etwas kommt.

Womit könnten diese Modelle überraschen? Was bereitet ihnen eigentlich Probleme?

Erwähnenswert ist auf jeden Fall die Akkulaufzeit. Hier wird meines Erachtens eher Samsung nachlegen, während Apple eher in Performance als in Sparsamkeit investiert.

Gehen wir der Reihe nach.

Bei Apple erwarte ich keinen großen Hardware-Sprung. Wenn Apple eines über die Jahre immer wieder zeigt, dann Vorsicht. Sie implementieren keinen Sensor, bevor sie nicht sicher sind, dass er korrekt misst. Das zahlt sich aus: In puncto Genauigkeit gehören sie seit Jahren zu den Besten.

Ich rechne jedoch mit besserer Auswertung von Gesundheits- und Sportdaten – und mit einer stärkeren Verzahnung beider Bereiche. Ehrlich gesagt wird es Zeit, sich weniger auf kostenpflichtige Apps zu verlassen und die eigenen Algorithmen stärker in den Fokus zu rücken. Tipps zur Schlafverbesserung? Training Readiness? Umfassendere Arbeit mit der Herzfrequenzvariabilität? Genau hier hat Apple enormes Potenzial – und ich glaube, sie können es sinnvoll nutzen.

Das Magazin Macworld spielt sogar mit dem Gedanken einer Glukosemessung, aber ehrlich gesagt glaube ich nicht daran. Apple ist in dieser Hinsicht zu vorsichtig. Zustimmen würde ich jedoch bei der theoretischen Option auf Touch ID in der Apple Watch. Viele Nutzer entsperren die Uhr heute über Face ID am iPhone, doch es gibt Situationen, in denen das Telefon schlicht nicht zur Hand ist.

Zudem ist von erweiterten KI-Funktionen die Rede, die die Basisreihe stärker vom SE-Modell abgrenzen könnten.

Samsung ist in dieser Hinsicht mutiger und scheut den Sprung ins Unbekannte nicht. Ganz offen? Ich erwarte längere Akkulaufzeit und vielleicht – wirklich nur vielleicht – eine nichtinvasive Blutzuckermessung. Samsung hat bereits Blutdruck- und Körperzusammensetzung gezeigt ... Ihnen geht der Gesundheits-Spielraum langsam aus. :)

Für diese Einschätzung liefert auch die CES 2026 Anhaltspunkte: Dort hat Samsung eine neue Funktion zur Gehirngesundheit gezeigt, die auf mögliche Demenzanzeichen hinweisen soll.

Coros

Bei den Coros-Prognosen stütze ich mich auf das sehr gelungene Video von Chase the Summit, dessen Kern sich einfach zusammenfassen lässt: Coros bleibt, was es ist – und genau das ist ihr größter Vorteil.

Coros fokussiert sich seit Langem klar auf Ausdauersportler und ich habe den Eindruck, dass sie gar nicht wollen, dass sich ihre Geräte Leute mit schräger Frisur kaufen, die zum Flexen mit dem E-Scooter ins Gym fahren. Ich möchte natürlich keine Stereotype bedienen – der Text sollte nur etwas aufgelockert werden.

Sie zielen auf Outdoor-Fans, wünschen sich bessere Karten und detailliertere Trainingsmetriken. Mit dem Modell Apex 4 sind sie allerdings leicht vom Kern abgerückt – Telefonieren ist hinzugekommen. Und Hand aufs Herz: Das ist auch im Gelände praktisch, wenn man Handschuhe trägt und das Telefon nicht aus Jacke oder Rucksack fischen will.

Coros Apex 4 im Test – Anruf aus der Wildnis
29.12.2025
Coros Apex 4 im Test – Anruf aus der Wildnis

Ich würde bei Coros eher mit einer Gesundheitsfunktion rechnen, die Gesundheits- und Sporttracking besser verzahnt – etwas in Richtung Training Readiness bei Garmin. Ja, Coros baut primär Sportgeräte, aber Regeneration ist so wichtig, dass man sie nicht dauerhaft ausklammern kann.

Werden wir konkret. 2025 war Coros recht aktiv – womit könnten sie 2026 aufschlagen?

Vertix 4. Meiner Meinung nach steht er förmlich vor der Tür. Was er mitbringen sollte? Vor allem einen weiteren Schritt bei der Konnektivität – die Telefonie könnten sie um LTE ergänzen. Selbstverständlich wären Premium-Materialien wie Saphir und Titan, abgerundet durch eine wirklich lange Akkulaufzeit mit Solarladung. So, dass er Modellen wie Vertical oder Enduro 3 Konkurrenz machen kann.

Ehrlich gesagt erwarte ich darüber hinaus nichts – Coros war in der zweiten Jahreshälfte so aktiv, dass dieses Jahr auch ein einziges neues Modell reichen könnte. Pace Pro 2 erwarte ich eher nicht und den Weg eines smarten Bandes ohne Display wird Coros meiner Meinung nach nicht gehen.

Suunto

Jahrelang habe ich diese Marke unterschätzt, aber für ihr letztes Jahr würde ich das Wort „Comeback“ nicht scheuen. Jedes Modell, das sie 2025 veröffentlichten, ist gelungen. Und sie haben gezeigt, dass sie sogar eine Taschenlampe implementieren und auf moderne LTPO-Technologie zur Akkuschonung setzen können. Ganz offen – Suunto war eine positive Überraschung. Ja, die Marke gibt nicht die Richtung vor, aber sie bemüht sich offensichtlich, das Tempo zu halten.

Suunto Race 2 und Vertical 2 in kleinerer Ausführung. Ich erwarte 2026 ehrlich gesagt nichts völlig Neues von Suunto, aber ich lehne mich so weit aus dem Fenster zu sagen: Ihnen fehlt ein kleineres Outdoor-Modell im Portfolio. Und damit stehe ich nicht allein – auf dasselbe Problem weist auch 5krunner hin.

Amazfit

Ich gebe es zu: Auf diesen Teil des Artikels habe ich mich gefreut.

Chinesische Marken bringen ihre Modelle meist im Jahresrhythmus, daher dürfen wir uns dieses Jahr auf eine ordentliche Ladung Neuheiten freuen. Es würde mich nicht wundern, wenn in jeder bestehenden Reihe etwas Neues auftaucht – T-Rex, Active, Bip, Balance oder Helio (Ring wie Band) – deshalb gehe ich hier nicht im Detail auf einzelne Modelle ein.

Ich finde allerdings, Amazfit braucht endlich einen Facelift der Benutzeroberfläche. Seien wir ehrlich: Seit Jahren dieselbe Leier. Schlichte, teils geradezu primitive Grafik bei Widgets, Menü – fast überall. Verglichen etwa mit Huawei ist der Unterschied eklatant. Die Optik schreit förmlich „Wir sind günstige Smartwatches“.

Ein weiteres Feld, auf dem Amazfit aufbauen kann, ist KI. Ich erwarte deutlich mehr bei Zepp Aura, Zepp Flow und Zepp Coach.

Selbst wenn sie nur in diese Richtung gehen, wäre das für 2026 eine mehr als ausreichende Evolution. Funktional sind sie in allen Bereichen – smart, sportlich und gesundheitlich – gut aufgestellt. Und ja, aus Sicht des deutschsprachigen Marktes wäre auch eine breitere Unterstützung von Banken wünschenswert – hoffentlich können wir hier bald Vollzug melden.

Polar

Polar, Polar, Polar … Was soll man sagen. Stellen Sie sich ein Laufrennen vor, in dem mehrere Hunde gegen einen Seehund antreten. Die Hunde sind die Konkurrenz, Polar ist der Seehund.

Damit das nicht falsch klingt – ich mag Polar als Marke, und es gab Zeiten, in denen sie die Fäden in der Hand hielten. Heute wirkt es jedoch, als wüssten sie selbst nicht so recht, wohin. Als steckten sie in einem Teufelskreis fest, aus dem sie nicht herausfinden. Sicher verkaufen sie deutlich weniger als früher und haben folglich wesentlich weniger Ressourcen.

Kurz zum Jahr 2025. Im Grunde haben sie nur die Grit X2 Pro verkleinert und die Grit X2 gebracht. Dann kam etwas Interessantes – Polar Loop. Ein direkter Whoop-Konkurrent, zudem ohne Abozwang. Was ihn meiner Meinung nach ausbremst? Die Polar-Flow-App.

Gefühlt fordert jeder Reviewer seit Langem ein Update – daher ist das weniger Prognose als Wunsch: Polar, mach eine neue App.

Mal sehen, ob es beim Wunsch bleibt. Im Netz kursieren bereits Hinweise, dass wir in Q1 2026 etwas Neues sehen könnten.

Was konkrete Modelle angeht: Alle Flaggschiffe kamen 2023 und 2024. Es böte sich also etwas Neues an – logischer Kandidat: Vantage V4. Für ein erfolgreicheres Leben würde ihm womöglich schon eine neue Benutzeroberfläche und – ja – diese App genügen.

Huawei

Huawei, Huawei … Sie bauen tolle Geräte, kämpfen aber weiterhin vor allem mit juristischen Hürden. Die USA halten sie auf Distanz, und neuerdings gibt es sogar Probleme mit dem Versand von Bestätigungs-SMS für die Huawei-ID – das erschwert die Erstellung des für das Koppeln der Uhren entscheidenden Kontos.

Rund um Huawei kursieren zudem viele Gerüchte – also können wir gleich konkret werden.

Watch Fit Ultra. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wohin sie die Reihe Watch Fit noch treiben wollen, aber es heißt, dass eine weitere Fit-Unterreihe kommt. Angeblich mit verbesserten Golf- und Tauchfunktionen sowie tieferen Gesundheits-Insights. Konkreteres ist bislang nicht bekannt.

Watch Fit Ultimate für Damen. Seien wir ehrlich: Huawei konnte schon immer Damensmartwatches. Die Watch GT für Damen gehörten lange zu den schönsten am Markt – jetzt dürfen sich Frauen auf noch mehr Premium freuen.

Smartwatch mit Zuckermessung. Darauf deuten mehrere Quellen hin, und es ergibt durchaus Sinn. Die Huawei Watch D2 feierte mit ihrer präzisen Blutdruckmessung Erfolge, also peilt der chinesische Gigant offenbar das nächste Gesundheitsfeld an – diesmal die Blutzuckermessung.

Generell sollte Huawei die KI weiterentwickeln, um Gesundheits- und Trainingsdaten umfassender zu analysieren.

Und welche Smartwatches erwarten Sie 2026?