HerrenuhrenHerren
DamenuhrenDamen
SmartwatchesSmartwatches
Marken
Zubehör
Tags: Vorstellung | Polar | Smart
25.1.2026 | 5 MIN
Polar Loop ist nicht nur ein klassisches Fitness-Armband. Der Fokus liegt auf der Erfassung von Regeneration, Schlaf und Trainingsbelastung. Ein idealer Begleiter nicht nur für Profisportler, sondern auch für aktive Enthusiasten, die ihren Körper besser verstehen möchten. Statt ablenkender Elemente wie eines Displays setzt dieses Armband auf Diskretion und eine detaillierte Datenanalyse, die hilft, Leistung und Erholung zu optimieren.

Polar Loop verändert das Tempo ein wenig, das die finnische Marke in den vergangenen zwei Jahrzehnten vorgegeben hat. Es kommt nämlich nicht mit einer weiteren Sportuhr bzw. einem weiteren Sport-Tracker, wie man es gewohnt ist, sondern als Wellness-Armband. Es leistet Ähnliches wie eine Uhr, allerdings ohne Display und insgesamt recht unaufdringlich.
Wahrscheinlich reagiert Polar damit auf weitere Player in diesem Segment, darunter den Hersteller ähnlicher Armbänder Whoop, aber auch Anbieter von Smart Rings wie Oura.
Wir leben in einer schnellen, hektischen Zeit; immer mehr Dinge zerren an unserer Aufmerksamkeit – allen voran Smartphones und Smartwatches. Umso sinnvoller finde ich unaufdringliche smarte Accessoires wie Armbänder und Ringe, die nicht ablenken und dennoch einen tollen Dienst leisten.
Der Polar Loop ist interessant, weil er:
Man könnte es unnötig verkomplizieren, aber die Zusammenfassung ist simpel: gelebter Minimalismus. Ein Textilarmband, in das ein kleines rechteckiges Kunststoffmodul eingeschoben wird. Eines muss man Polar lassen: Die Designs sind wirklich schön und zurückhaltend – auch im Alltag absolut vorzeigbar.

Neben klassischem Schwarz gibt es (vorerst) zwei weitere Farbvarianten, nämlich Braun und Gold. Austauschbare Bänder sollen erhältlich sein, sodass sich das Armband farblich an die eigenen Vorlieben anpassen lässt. Das Modul behält allerdings seine Farbe.

Die Abmessungen betragen 42 × 27 × 9 mm, das Gewicht liegt bei lediglich 29 Gramm inklusive Band. Ohne Band sind es 19,5 Gramm. Die Wasserdichtigkeit ist mit 30 m angegeben, was Duschen und Wassersport problemlos abdecken sollte.
Viel Spielraum gibt es hier grundsätzlich nicht: ein Modul mit Sensoren und Akku, eingefädelt in ein Band. Auf den Bildern wirkt der Polar Loop bisher sehr gelungen.
Polar war bei der Sensorik schon immer sehr stark; würde ich einen der Top-Sensoren hervorheben, dann den Herzfrequenzsensor. Beim Armband setzt Polar auf den Sensor Precision Prime, der die Herzfrequenz zuverlässig auch ohne Brustgurt erfasst. Außerdem gehören ein Pulsoximeter und ein Beschleunigungssensor zum Paket.

Fortgeschrittenere Sensoren fehlen dem Armband, was angesichts des Konzepts nachvollziehbar ist. Es gibt auch keinen GPS-Empfänger – dessen Integration würde Polar markant von der Konkurrenz abheben und dem Loop zweifellos Rückenwind geben. Ob das technisch überhaupt möglich wäre und in der Praxis funktionieren würde, ist allerdings fraglich.
Für Outdoor-Aktivitäten muss daher die App auf dem Smartphone genutzt werden; die GPS-Daten kommen vom Smartphone und werden anschließend mit der Aktivität verknüpft. Genau so handhaben es auch Whoop, Oura oder der Helio Strap von Amazfit.
Die Idee hinter dem Armband ist denkbar einfach: nicht auffallen und alles aufzeichnen. Dank des minimalistischen Designs ist Ersteres kein Problem, und nach den verfügbaren Informationen dürfte auch Letzteres problemlos klappen.
Im Hinblick auf Training und Leistung erfasst der Polar Loop:

Polar Training Load Pro, Quelle: Polar.com
Beim Schlaf und der Regeneration helfen Funktionen wie:

Polar Nightly Recharge, Quelle: Polar.com
Polar Loop oder Whoop? Spüren Sie auch die Namensnähe? Die ist wohl kaum zufällig, sondern eine gezielte Botschaft, wem Polar mit seinem Armband einheizen will.

Náramek Whoop, Quelle: Whoop.com
Ein echter Vergleich ist derzeit schwierig, weil wir den Polar Loop noch nicht getestet haben. Holt sich das Armband jedoch das Beste aus Polars Smartwatches, sehe ich keinen Grund, warum das nicht funktionieren sollte. Polar beherrscht die Sensorik seit jeher hervorragend und bietet wohl das beste Schlaftracking am Markt. Kombiniert mit Trainingsanalyse, empfohlener Regeneration und weiteren Aspekten könnte das Armband einen vielversprechenden Start hinlegen.
Leichtes Bauchweh habe ich allerdings bei der Datenaufbereitung. Die Polar-Flow-App ist in meinen Augen eine der schwächsten und unübersichtlichsten Apps, und wenn sie beim Armband genauso miserabel ist wie bei den Uhren, könnte das den Gesamteindruck etwas trüben. Malen wir den Teufel aber noch nicht an die Wand.
Der Preis des Loop ist aus meiner Sicht relativ fair und deutlich attraktiver als bei Whoop. Whoop funktioniert nämlich mit einem Abonnement, das in der niedrigsten Stufe ab 199 Euro pro Jahr beginnt. Und das ist nur die Basis. Wer es maximal nutzen will, landet je nach Plan bei bis zu 399 Euro pro Jahr. Den Polar Loop kaufen Sie einmalig und sind durch.
Ja, in dieser Hinsicht wirkt der Polar Loop eindeutig attraktiver. Wäre da nicht noch der Amazfit Helio Strap, der dazwischenfunkt.

Amazfit Helio Strap, Quelle: Amazfit.com
Der liegt preislich ganz unten und kostet ab 99,90 Euro. Ein Abo ist nicht zwingend nötig, doch wer die KI-Services und Analysen in der App voll ausschöpfen will, zahlt auch beim Helio Strap noch etwas extra.
Polar wird sich also vermutlich irgendwo zwischen diesen Produkten einpendeln. Wenn Polar die Sensorqualität aus den Uhren hineinpackt und das mit seinen starken Funktionen untermauert, könnte der Loop zum sprichwörtlichen Henker beider Armbänder werden. Diese Aussage hebe ich mir allerdings für den Test auf.
Und was sagen Sie zum Polar Loop?
Bildquellen:
