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Garmin stellt einen eigenen Kalorientracker im Rahmen von Connect+ vor

Tags: Technologie und Begriffe | Garmin | Smart

10.1.2026 | 5 MIN

Smartwatches dienen heute längst nicht mehr nur zum Zählen von Schritten oder zum Messen der Herzfrequenz. Sie sind zu persönlichen Gesundheitsassistenten geworden, die Schlaf, Stress, Training und Regeneration erfassen – Smartwatches von Garmin verfolgen jetzt sogar, was Sie essen.

Garmin hat eine neue Funktion zum Ernährungstracking vorgestellt, die nicht nur die Aufnahme von Kalorien und Makronährstoffen erfasst, sondern auch intelligente Erkenntnisse darüber liefert, wie Ihre Ernährung Gesundheit und Leistung beeinflusst. Die Neuheit wurde auf der CES 2026 enthüllt und ist Teil des Premiumdienstes Garmin Connect+.

Ein ganzheitlicher Blick auf die Gesundheit durch Ernährung

Garmin dominierte lange bei der Messung körperlicher Aktivität – Schritte, Trainingsintensität, Schlaf und Stress. Kürzlich kam sogar ein Tracking der täglichen Gewohnheiten hinzu. Ein wesentlicher Pfeiler der Gesundheit fehlte jedoch bislang: die Ernährung. Genau diese Lücke schließt die neue Funktion. Das Ernährungstracking erfasst:

  • aufgenommene Kalorien
  • Makronährstoffzufuhr (Kohlenhydrate, Proteine, Fette)
  • personalisierte Ziele und Empfehlungen

Das bedeutet, dass Sie keine Apps von Drittanbietern wie MyFitnessPal mehr benötigen, nur um Ihr Essen zu protokollieren. Garmin möchte, dass Training, Schlaf, Regeneration und Ernährung auf einem Bildschirm sichtbar sind. Das ist keineswegs verkehrt, im Gegenteil: sehr praktisch.

Ernährung hat enormen Einfluss auf die Funktionsweise unseres Körpers, auf eine gute Regeneration, aber auch auf unsere Stimmung und unser allgemeines Funktionieren. Durch das Erfassen und Verfolgen der Ernährung können wir unseren Speiseplan nicht nur bequem über die Uhr im Blick behalten, sondern auch analysieren, wie sich eine bestimmte Ernährungsweise auf uns auswirkt.

Wie funktioniert das Protokollieren von Mahlzeiten in der Praxis?

Die Grundidee von Garmin ist, die Eingabe von Mahlzeiten so einfach und flexibel wie möglich zu machen. Sie können Speisen auf mehrere Arten hinzufügen, darunter:

  • Suche nach Lebensmitteln in einer globalen Datenbank
  • Scannen von Barcodes auf Lebensmitteln
  • Lebensmittelerkennung per Foto mithilfe von KI
  • Hinzufügen eigener Rezepte und Favoriten

Diese verschiedenen Wege geben Nutzerinnen und Nutzern die Freiheit, je nach gewünschtem Detailgrad zu protokollieren. Die App speichert die Daten sowohl täglich als auch über längere Zeiträume – mit der Möglichkeit, sich wöchentliche, monatliche oder sogar jährliche Übersichten anzusehen.

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob sich das jemand wirklich anschaut – ich wohl eher nicht. Dennoch lässt sich daraus zweifellos ablesen, welche Makronährstoff- oder Kalorienaufnahme am besten zu Ihnen passt. Das geht natürlich auch ohne diese Funktion oder mit einer Drittanbieter-App. Alles jedoch an einem Ort zu haben, ist für mich ein Plus.

Empfehlungen dank künstlicher Intelligenz

Die Neuerung ist nicht nur ein gewöhnliches Kalorientagebuch. Davon gibt es heute viele, und Garmin ist sicher nicht die erste Marke, die das anbietet. Durch die Anbindung an Active Intelligence, die Garmin in seinen Messungen durchgängig nutzt, erhalten Nutzerinnen und Nutzer zudem personalisierte Erkenntnisse:

  • wie Energie- und Makronährstoffaufnahme Leistung und Regeneration beeinflussen
  • wie Ihre Ernährung den Schlaf beeinflusst
  • wie sich Ziele anhand Ihrer persönlichen Daten festlegen lassen

Die Funktion beobachtet also nicht nur, sondern hilft, die Zusammenhänge zwischen dem, was Sie essen, und dem, wie Sie sich fühlen oder trainieren, zu verstehen. Das ist ein entscheidender Schritt vom bloßen Kalorienzählen hin zur durchdachten Ernährungsplanung. Im Grunde ist es dasselbe Prinzip, nach dem auch das Gewohnheitstagebuch funktioniert, das Garmin ebenfalls erst vor Kurzem vorgestellt hat. Es soll zeigen, welche Faktoren konkret Einfluss auf Ihren Körper und dessen Funktionieren haben.

Anzeige auf der Uhr und in der mobilen App

Auch wenn die Haupterfassung in der Garmin-Connect-App stattfindet, behalten Sie den Überblick direkt am Handgelenk. Kompatible Uhren können eine Übersicht der letzten oder bevorzugten Mahlzeiten anzeigen, das verbleibende Kalorienbudget im Tagesverlauf verfolgen und (bei unterstützten Modellen) Mahlzeiten per Sprachbefehl eingeben.

Das ist beispielsweise tagsüber praktisch, wenn Sie schnell prüfen möchten, wie viel Energie Sie bereits aufgenommen haben und wie viel Sie gemäß Plan noch „sicher“ essen können.

Auf welchen Geräten funktioniert das – und was kostet es?

Die Funktion ist Teil von Garmin Connect+, also des Premium-Bereichs der Garmin-Connect-App. Sie kostet etwa 8,99 € pro Monat, und Garmin bietet neuen Nutzern häufig eine 30-tägige kostenlose Testphase an.

Entscheidend ist also ein aktives Abonnement von Garmin Connect+. Vom Uhrenmodell sollte es vermutlich nicht wesentlich abhängen, auch wenn ich das nicht bestätigen kann, da ich leider nirgendwo eine genaue Liste kompatibler Geräte gefunden habe.

Fazit: Garmin vervollständigt sein Gesundheitsökosystem

Viele haben bislang entweder MyFitnessPal – vor allem international. Betrachtet man erstere App, dürfte sie pro Jahr etwas teurer sein als Garmin Connect+. Zudem erhalten Sie mit dem Abo von Garmin neben dem Ernährungstracking auch die weiteren Funktionen der Plattform. Unterm Strich fahre ich daher am besten mit einem Abo von Garmin Connect+.

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Die neue Funktion Ernährungstracking ist einer der größten Schritte von Garmin im Gesundheitsbereich der letzten Jahre. Dank integriertem System zur Erfassung von Mahlzeiten, personalisierten Empfehlungen und der Anbindung an weitere Gesundheits- und Leistungsdaten erhalten Nutzerinnen und Nutzer einen deutlich umfassenderen Blick auf ihren Lebensstil.

Auch die Einführung der Funktion Gewohnheitstagebuch hat dem ausgereifteren Gesundheitsökosystem gutgetan. Ebenso wie jetzt beim Ernährungseintrag lässt sich daraus besser ableiten, welche Speisen und welche Gewohnheiten konkret Einfluss auf unseren Körper haben.

Und auch wenn die Funktion bislang nur als Teil des kostenpflichtigen Connect+ verfügbar ist, könnte sie für viele bedeuten, dass Garmin nicht mehr nur ein Sport-Tool ist – sondern ein umfassender Partner für ein gesünderes Leben.

Bildquellen:

  • Garmin.com
  • Fotografen von Hodinky 365