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Tags: Bewertungen | Edox | Herren | traditionell
26.1.2026 | 5 MIN
Edox hat sich auf die Suche nach der optimalen Uhr gemacht, die auch an normalen Handgelenken gut sitzt. Aber wie, ohne Kompromisse zu machen? Oder sogar, wie lässt sich noch etwas draufsetzen? Die Antwort ist die neue limitierte Edox Mecano Damascus.

Den Delfin Mecano kennen wir bei Edox schon seit ein paar Jahren – und er ist zu einem gefragten Modell geworden. Der sportlich-elegante Stil mit integriertem Armband mit zweischenkligen Bandanstößen und zwölfeckiger Lünette hat perfekt funktioniert.
Das Edelstahlgehäuse war robust, mit einem größeren Durchmesser von 43 mm. Für viele genau das Richtige, für manche … zu groß?
Das wird Ihnen in dem Moment klar, in dem Sie den neuen Edox Delfin Mecano mit 40-mm-Gehäuse anlegen. Der Tragekomfort ist wirklich spürbar – und geradezu beruhigend.

Damit verschwindet auch das potenzielle Problem eines integrierten Armbands, das die Uhr nicht nur optisch, sondern vor allem real in der Länge streckt. Die Lug-to-Lug-Länge beträgt nun 47,1 mm, die Breite inklusive Krone 44,2 mm. Und die Höhe? Nur 11,7 mm. So sitzen sie, trotz insgesamt recht robuster Präsenz, auch an kleineren Handgelenken.
Und sie sitzen nicht nur – sie gehören förmlich dorthin. Die Tragbarkeit des Delfin wird damit zugänglicher denn je.
Dabei bleibt die Wasserdichtigkeit von 200 m erhalten – bei Skelettuhren keine Selbstverständlichkeit. Verwunderlich ist es allerdings nicht: Die Delfin-Modelle sind die bekannten Taucheruhren von Edox seit dem vergangenen Jahrhundert und schöpfen aus einem legitimen Tauchererbe.
Dazu passt auch die verschraubte Krone – für mich wohl die wichtigste Form des Schutzes bei einer Uhr, die man nicht ständig ablegen möchte.
Schon aus den Produktfotos (oder dem Namen) geht hervor, dass die Uhr Damaststahl verwendet. Zwar nicht für das gesamte Gehäuse, aber als Lünetteneinlage – mit ausreichend großer Wirkung.
Die moderne Interpretation von Damaststahl unterscheidet sich etwas von der ursprünglichen. Früher entstand das wellige Muster beim Schmelzen von kohlenstoffreichem Stahl mit besonderen Spurenelementen. Heute wird das charakteristische „Wasser“-Muster durch Schichtungen erzeugt: Lagen aus zwei oder mehr Stählen werden verschweißt und gefaltet, anschließend je nach Wunsch verdreht und geätzt, um die einzelnen Schichten zu betonen.
Das stark dekorative Muster, das in diesem aufwendigen Prozess entsteht, ist jedes Mal anders und einzigartig. Zwei identische Stücke Damaststahl werden Sie kaum finden.
Und genau das lässt sich an Uhren wunderbar nutzen. Vor allem, wenn man ein elegantes Element hinzufügen oder für einen Akzent sorgen will, ohne die Integrität einer sportlich ausgelegten Uhr zu beeinträchtigen.
Der Damaststahl ergänzt das mehrschichtige Zifferblatt hervorragend und passt damit bestens zum Modell. Edox verweist außerdem auf ein an Wellen erinnerndes Muster – daher spielt die Marke ausgerechnet beim Delfin damit. Taucheruhr, Wasser, Wellen … Sie wissen schon.
Diese tiefe Verbindung sehe ich nicht. Für mich ist es ein gelungener Akzent, der jedes Stück zu einem Unikat macht.

Am Handgelenk mit 17,2 cm Umfang.
Skelettuhren sind wie eine Mikrowelt unter dem Glas. Eine kleine Industriestadt, die Sie aus erhöhter, fast göttlicher Perspektive beobachten. Und Ihr Stadtlabyrinth können Sie steuern: Sie entscheiden über das Anhalten des gesamten Ablaufs – und ebenso leicht darüber, die ganze Infrastruktur wieder in Bewegung zu setzen.
Die Skelettstruktur des Edox Mecano Damascus wurde überarbeitet – und das hat ihm gutgetan, finde ich. Das ursprüngliche Design kennen wir alle; kaum jemand hat bei den Mecano-Skeletten nicht an die Zenith Defy gedacht.
Neu erkennt man in der „Fassade“ schemenhafte Kelche; drehen Sie die Uhr so, dass die Krone oben ist – sehen Sie darin eine Sanduhr? Das Edox‑Logo? Ich schon.

Aber auch ganz ohne Bildsuche und Bedeutungen ist das neu gedachte Skelett, das das Werk freigibt, gelungen. Es drängt sich nicht auf, ist weder zu viel noch zu wenig. Ausgewogenheit ist das Wort, das sich durch die gesamte Uhr zieht.
Durch das Saphirglas schimmert auch die Unruh mit Spirale, und man sieht sogar, wie die Paletten auf das Ankerrad auftreffen. Die vermeintliche Monotonie durchbrechen goldfarbene Räder sowie rubinrote Lagersteine.
Bei Skelettuhren stellt sich eine grundlegende Frage: Es geht nicht nur darum, was man vom Werk sieht, sondern ob das Wesentliche sichtbar bleibt – die Zeit. Übersichtlichkeit und Ablesbarkeit leiden bei Skelettuhren bisweilen. Wie hat Edox das gelöst?
Ausgezeichnet. Sehr helfen die Zeiger, die zwar schlank und metallisch sind, aber eine Leuchtmasse tragen. So entsteht genügend Kontrast für ein komfortables Ablesen der Zeit.

Bei einer Uhr mit Durchsicht durch das Zifferblatt erwartet man fast automatisch auch einen Sichtboden – oft schaut man förmlich durch die Uhr hindurch. Manche mögen das, inklusive eines Blicks auf die Haut durch die Öffnungen. Ich persönlich bin eher Fan von satteren Strukturen. Und genau das liefert Edox beim Mecano.
Der Sichtboden zeigt nur einen Teil des Werks, eine vollständige Skelettierung fand nicht statt; die Brücken verdecken weiterhin große Bereiche. Für mich ist das bei sportlich ausgelegten Uhren der richtige Weg.
Der Vollständigkeit halber: Im Mecano Damascus arbeitet nach wie vor das Edox Caliber 853 auf Basis der Sellita SW200. Das bedeutet 4 Hz Frequenz und eine Gangreserve von etwas über 40 Stunden.

Wir haben den Edox Mecano Damascus Anfang November 2025 erstmals auf der SEW gesehen. Und mein Kollege Lukáš war sofort begeistert:
Die Edox Delfin Mecano habe ich erstmals auf der Messe SEW 2025 gesehen. Liebe auf den ersten Blick! Obwohl ich diesem Uhrentyp bisher nicht besonders zugetan war, hat mich diese Uhr einfach gepackt. Schon auf der Messe musste ich sie mir mehrfach ansehen. Ihre perfekten Proportionen in Kombination mit den Damastmustern und dem skelettierten Zifferblatt hinterlassen einen wirklich tollen Eindruck. Für mich persönlich ist sie die Wildcard des diesjährigen SEW und eine der besten Uhren im aktuellen Edox‑Katalog! – Lukáš
Meine Sympathie für die Verkleinerung der beliebtesten Edox‑Modelle hege ich schon länger (ich denke da etwa an die deutlich tragbarere Chronorally). Mit dem Mecano im 40 mm Gehäuse hat sich das noch verstärkt.

Außerdem hat man der Skelettstruktur eine neue Handschrift gegeben, das Ganze mit einer Damast‑Lünette veredelt und sich für eine recht kleine Limitierung von 300 Stück entschieden – sauber nummeriert.
Ein Edox‑Uhrenbeweger gehört ebenfalls dazu. Das sehe ich als nette Dreingabe, die Freude macht, aber wohl nicht der Grund ist, sich für die Uhr zu entscheiden. Zum Glück überzeugt sie auch für sich allein.

Zum Lieferumfang gehört auch ein Edox Uhrenbeweger.
Der Sitz ist großartig, die Verarbeitung entspricht genau den Erwartungen – inklusive Details wie einer präzise schließenden Schließe oder Halbgliedern zur feinen Längenanpassung des Bandes. Vor allem aber: Sie leben erst am Handgelenk so richtig auf. Nicht auf Fotos, nicht in der Vitrine – am Arm.

Bildquellen: Hodinky 365, Offizielle Herstellerfotos
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