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Tags: Neuigkeiten | Smart
30.1.2026 | 10 MIN
Der Januar war in der Smartwatches-Welt sehr ereignisreich. Einen großen Anteil daran hatte natürlich die Technologiemesse CES 2026 in Las Vegas. Was war im ersten Monat des Jahres 2026 am spannendsten?

Ich habe das Gefühl, dass das versehentliche Leaken neuer Modelle bei Garmin schon fast Tradition hat. Man fragt sich inzwischen, ob es wirklich noch ein Versehen ist.
Wir wünschen uns schon länger ein Gerät ohne Display von Garmin. Und vielleicht ist es jetzt endlich so weit.
Was wir bisher vermuten:
Für einen kurzen Moment stand beim Button „In den Warenkorb“: „Verfügbar in ca. 4–5 Monaten“ (haha, musste sein). Zeitlich würde das auf Mai oder Juni dieses Jahres hinauslaufen.
Polar ringt schon eine Weile damit, wie die eigenen Smartwatches den nächsten Schritt machen sollen. Fehlen Ideen, Technologien oder gar Geld? Die Zusammenarbeit mit Motorola ergibt allerdings Sinn. Jetzt wird die Arbeit sauber aufgeteilt – Motorola liefert Prozessor, Display und die Benutzeroberfläche, darin hat die Marke reichlich Erfahrung, während Polar die Gesundheits- und Sportseite übernimmt.
Die Moto Watch soll einen Durchmesser von 47 mm, ein 1,43" OLED-Display, GPS mit Dualband-Empfang und eine Akkulaufzeit von bis zu 13 Tagen bieten. Die Benutzeroberfläche soll etwas in der Art von Wear OS von Google sein.

Ich kann mich kaum erinnern, wann Suunto zuletzt so ein großes Update veröffentlicht hat wie Version 2.50.26.
Dieser Beitrag ist nur eine Zusammenfassung, also halten wir es kurz. Das ist neu auf den Suunto-Smartwatches:
Wenn die Hersteller in den letzten Jahren an etwas gearbeitet haben, dann an KI-gestützten Einblicken in Gesundheits- und Sportdaten. Die Idee dahinter ist simpel: Algorithmen erfassen viel, sind aber nicht individuell. Künstliche Intelligenz ist dagegen quasi Ihr persönlicher Trainer und nicht selten auch Ernährungsberater.
ChatGPT plant, sein Modell um die Kategorie „Health“ zu erweitern, in der Sie Gesundheitsdaten aus Smartwatches anbinden und von KI interpretieren lassen können.

Am Funktionsumfang der Quatix 8 Pro hat sich eigentlich nicht viel geändert, doch die Uhr hat eine entscheidende Neuerung erhalten – Unterstützung für LTE und inReach. Das ist gerade bei Marine-Geräten sehr hilfreich, bei denen Kommunikation absolut entscheidend ist.

14.1.2026
Garmin Quatix 8 Pro vorgestellt – Wer hätte das gedacht? Mit LTE.

Bei dieser Funktion bin ich etwas zwiegespalten, weil ich mir nicht sicher bin, wie gut sie sich in der Praxis nutzen lässt.
Smartwatch oder Ring von Samsung verfolgen nämlich Ihre Verhaltensmuster – Sprache, Bewegung, Schlaf und Interaktion mit Geräten – und erstellen ein Profil Ihres üblichen Alltags.
Sobald es zu verdächtigen Abweichungen kommt, kann das Gerät den Besuch beim Arzt empfehlen. Samsung weist zugleich darauf hin, dass es sich nicht um eine medizinische Diagnose handelt.
Ganz ehrlich: Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Es wirkt auf mich nach sehr viel Überwachung, auch wenn Samsung versichert, dass Daten nur lokal und nicht in der Cloud gespeichert werden.
Also … abwarten.
Mit der Garmin Venu 4 führte die US‑Marke mehrere neue Funktionen ein, darunter ein Gewohnheitstagebuch und Health Status. Letztere soll noch weiter ausgebaut werden.
Sie erlaubte es, an einem Ort alle Gesundheitsmessungen zu prüfen und zu sehen, ob alles im grünen Bereich ist – Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutsauerstoff, Atemfrequenz und Hauttemperatur. Diese Momentaufnahme war jedoch auf einen einzigen Tag beschränkt.
Nach allem Anschein plant Garmin, diese Funktion um eine Zeitachse zu erweitern, mit der sich auch langfristige Trends verfolgen lassen.
Nein – aber der Reihe nach.
Withings hat sich mit einer weiteren Marke zusammengetan und ist in der Lage, mit Blutzuckerwerten zu arbeiten. Es handelt sich jedoch weiterhin um eine invasive Messmethode – es gibt eine kleine Nadel zum Einführen des Sensors, auch wenn anschließend nur eine dünne, flexible Faser im Körper verbleibt.
Stark ist allerdings, dass Withings einen breiteren Kontext liefert – mit Bewegung, Schlaf, Stress, Regeneration und weiteren Faktoren.
Der Sensor liefert also den Glukosewert und die Smartwatch steuert den nötigen Kontext bei.
Etwas, das Polar dringend nötig hatte. Und jetzt ist es da. Was bringt das neue Update für Vantage V3, Vantage M3, Grit X2 (Pro) und Ignite 3?
Ganz ehrlich: Einige dieser Verbesserungen sind gelungen – etwa die Kartenbedienung, der Dunkelmodus oder die neuen Widgets. Vieles andere wirkt jedoch eher wie der Versuch, zur Konkurrenz aufzuschließen, oder schlimmer noch, als späte Korrektur von Versäumnissen, die längst behoben sein sollten.
Unterstützung für mehrere Wecker? Uhrzeit-Anzeige beim Laden? Keine doppelt auftauchenden Benachrichtigungen? Und ich dachte, wir schreiben das Jahr 2026. Offenbar nutzt Polar einen anderen Kalender.
Das Jahr 2027 könnte für den Smartwatch-Markt sehr spannend werden. Ein neues Gesetz (CRA) zwingt Hersteller, Sicherheitsstandards bereits zur Markteinführung zu berücksichtigen – und sie über eine angemessen lange Zeit, gern auch nach Verkaufsende zu wahren.
Über Sicherheit nachzudenken, wird immer wichtiger, Smartwatches sind keine Ausnahme – sie sind mit dem Internet verbunden und sammeln sensible Nutzerdaten.
Das neue Gesetz soll Hersteller dazu verpflichten, Sicherheitsupdates zu veröffentlichen, gefundene Schwachstellen zu beheben und diese nicht zu verschweigen, sondern transparent zu melden.
Am stärksten dürfte es „dubiose“ Hersteller treffen, die Smartwatches zu oft lächerlich niedrigen Preisen verkaufen, ohne Sicherheit oder anschließende Softwarepflege in irgendeiner Form zu berücksichtigen. Und Hand aufs Herz – auf Sicherheitslücken dynamisch zu reagieren oder neue Sicherheitsmechanismen einzuführen, ist weder einfach noch günstig.
Wenn also ein kleinerer Hersteller seine Uhr einmalig verkauft hat und die Software anschließend auf einer Version „eingefroren“ blieb, wird das künftig nicht mehr so leicht möglich sein.
Konkrete Fristen sind noch nicht bekannt. Sie sollen sich an Funktionen und Preis des Produkts orientieren, der Hersteller muss sie vorab benennen. Künftig sollte es also nicht mehr passieren, dass jemand fünf Jahre Support verspricht, den Verkauf nach einem Jahr beendet – und gleichzeitig die Updates.
Die volle Verpflichtung soll ab dem 11. Dezember 2027 gelten.
Es ist noch nicht lange her, dass Garmin eine Kalorienerfassung mit Lebensmittelscan per Kamera vorgestellt hat.

10.1.2026
Garmin stellt einen eigenen Kalorientracker im Rahmen von Connect+ vor
Jetzt plant Apple etwas Ähnliches und will zudem einen Ernährungscoach integrieren.
Was das für Garmin bedeutet, ist offen. Fairerweise muss man sagen: Wenn Apple etwas veröffentlicht, funktioniert es meist sehr gut – ob man das vom Food-Tracking bei Garmin sagen kann, ist fraglich.
Ein großes Fragezeichen bleibt der Preis. Während Garmin die Ernährungserfassung im Rahmen des kostenpflichtigen Connect+ anbietet, scheint Apple diese Funktion kostenlos direkt in der Health-App bereitzustellen.
Das entsprechende iOS-Update wird für das Frühjahr 2026 erwartet.
Mobvoi hat die sehr interessante TicNote Watch vorgestellt. Sie bietet zwar grundlegende Fitnessfunktionen, doch das ist eindeutig nicht ihre Hauptaufgabe.
Die Hauptrolle spielen hier Mikrofon und künstliche Intelligenz, denn:
Die große Frage ist natürlich die Unterstützung für Tschechisch, der ich ehrlich gesagt wenig Chancen gebe. Dennoch finde ich das Konzept spannend – ideal etwa für Projektmanager.
„Erinnerungs“-Band ist natürlich eine Prise Ironie. Amazfit denkt über ein Smartband mit vollständigem Satz biometrischer Sensoren nach – und zusätzlich einer kleinen integrierten Kamera.
Sobald sich etwa Herzfrequenz oder Stresslevel merklich ändern, würde das Band ein kurzes Video aufnehmen, damit der Nutzer die abrupte Änderung mit einer konkreten Situation verknüpfen kann.
Ist das realistisch? Das weiß vermutlich nicht einmal Amazfit selbst; auf mich wirkt es ehrlich gesagt eher wie überzogene Science-Fiction.
Die Datensicherheit ließe sich wohl absichern, etwa indem Aufnahmen nicht in der Cloud gespeichert werden. Trotzdem hinterlässt das bei mir gemischte Gefühle – ich würde mich mit einer dauernden Aufnahme der Umgebung unwohl fühlen.
Was, wenn das Band Teile eines vertraulichen Gesprächs aufzeichnet und der Nutzer eine solche Aufnahme missbraucht?
Offiziell ist das nicht, aber ein Tippgeber hat im Code der Zepp-Health-App einen Hinweis auf den Nachfolger des T‑Rex Ultra gefunden. Kommt also ein neues Modell? Das ist noch offen.
Das ist zugleich der einzige Anhaltspunkt dafür, dass tatsächlich ein neues Modell entstehen könnte – über konkrete Spezifikationen können wir vorerst nur träumen.
Mir kommt sofort eine andere Frage in den Sinn: Wohin will man die T‑Rex‑Serie überhaupt noch entwickeln? Es gibt den noch recht frischen T‑Rex 3 Pro mit LED-Taschenlampe, Saphirglas, langer Akkulaufzeit und gelungenem Design.
Wohin könnte also ein möglicher T‑Rex Ultra 2 zielen? Noch längere Akkulaufzeit? Helleres Display? Hochwertigere Gehäusematerialien – und damit womöglich das Ende des Falcon?
Die Approach J1 sind im Grunde ein kleiner Golf-Caddie fürs Handgelenk. Dank Datenbank mit 43.000 Golfplätzen und der Funktion Tee-off Guidance können die Uhren eine Strategie entsprechend den Fähigkeiten des Spielers empfehlen.
Außerdem sitzen sie mit 43 mm Durchmesser und 11,4 mm Dicke gut auch an Kinderhandgelenken. Garmin setzt zudem auf ein Nylonarmband, das ich gerade für Kinder für eines der praktischsten Materialien halte.
Die Akkulaufzeit soll bis zu 10 Tage erreichen, mit aktiver GPS-Nutzung etwa 15 Stunden. Garmin gibt an, dass die Uhren für Kinder von 6 bis 16 Jahren gedacht sind, wobei Eltern- und „Beratungs“-Funktionen schrittweise oder vollständig deaktiviert werden können.

Als ich erstmals von keramischen Tactix 8 hörte, dachte ich: Was zum Teufel? Keramik ist zwar kratzfest, aber nicht bruchsicher.
Zum Glück hat Garmin das durchdacht: Es handelt sich nicht um Keramik als Werkstoff, sondern um eine spezielle Keramikbeschichtung. Sie verleiht der Uhr nicht nur einen eleganten Touch, sondern auch eine sehr hohe Kratzfestigkeit. Für die Bruchsicherheit sorgt weiterhin das Material unter der Beschichtung.
Und selbst wenn Sie die Beschichtung kalt lässt – Tactix 8 Cerakote brauchen nur eins: Sie sehen verdammt gut aus.

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