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Tags: Auswahlleitfaden | Herren | formell
31.1.2026 | 5 MIN
Die erste „richtige“ Uhr, die sich ein Mann zulegt, sollte eine Dressuhr sein. Im Vergleich zu Sport- oder Modeuhren sind sie vielseitiger. Sie passen zum Anzug bei gesellschaftlichen Anlässen, im Büro zum Hemd und Sakko, aber auch zum Grillabend mit Freunden. Welche Fehler gilt es bei der Auswahl zu vermeiden?

Welche Uhr wählt man für förmliche Anlässe? Und wie vermeidet man Fehler, wenn man zu einem Event geht, bei dem ein gewisses Maß an Eleganz, Stil und Etikette erwartet wird?
Wir haben fünf typische Fehltritte zusammengestellt, die schnell zu einem gesellschaftlichen Fauxpas führen können.
Einer der größten Irrtümer ist die Annahme, jede Uhr sei für jeden Anlass geeignet. Tatsächlich kommt jeder Uhrenstil in einem anderen Umfeld zur Geltung.
Der Chronograph (Stoppuhr) ist eine Funktion, die typisch für Sportuhren ist. Im Sport geht es um Zeit, und die will gemessen werden. Bei gesellschaftlichen Ereignissen ist es jedoch umgekehrt. Wir sind mit Menschen zusammen, die uns wichtig sind, und nehmen uns Zeit für sie. Wir möchten nicht signalisieren, dass wir andere Pläne haben oder es eilig ist. Und auf einer formellen Veranstaltung gibt es definitiv nichts zu stoppen.

Fehler: Eine schöne Hamilton, aber für gesellschaftliche Anlässe zu auffällig, unruhig und groß.
Neben dieser symbolischen Ebene gibt es noch einen weiteren Grund: Chronographen haben ein unruhiges Zifferblatt, sind häufig größer und oft mit markanten Farbakzenten versehen. Das ist das genaue Gegenteil dessen, was wir bei Dressuhren suchen – treffend beschrieben mit: minimalistisch.

Hervorragende Wahl: der minimalistische Hamilton Intramatic ohne überflüssige Funktionen.
Große Uhren kann man als Trend sehen, aber auch als Stil – und das ist völlig in Ordnung. Etwa bei Freizeitaktivitäten oder beim Stadionbesuch. In solchen Situationen darf der eigene Stil voll zum Ausdruck kommen.
Bei gesellschaftlichen Anlässen ist der Look jedoch meist traditioneller – sagen wir: konservativer. Mit anderen Worten: Bei Dressuhren suchen wir Eleganz, die zum Sakko oder Anzug passt.

Fehler: Zu einem legeren Outfit gehen diese Invicta in Ordnung, zum Sakko jedoch nicht – sie sind zu groß und zu auffällig.
Dressuhren sollten daher flach genug sein, um unter die Hemdmanschette zu passen. Empfohlen wird eine Bauhöhe bis 12 mm.
Und sie sollten nicht zu groß für Ihr Handgelenk sein. Achten Sie beim Kauf daher auch auf die Lug-to-Lug-Länge (Horn-zu-Horn), damit die Uhr nicht über das Handgelenk hinausragt und keine Aufmerksamkeit erregt, die eine Dressuhr nicht erzeugen soll. Auch der Gehäusedurchmesser ist ein guter Anhaltspunkt. Bleiben Sie unter 42 mm, ist das ideal. Berücksichtigen Sie dabei die Größe Ihres Handgelenks: Manchen stehen 36 mm besser, andere fühlen sich mit 40-mm-Uhren wohler.

Hervorragende Wahl: Der elegante Tissot Le Locle passt unter die Manschette und ist handgelenkgerecht dimensioniert.
Ein weiterer häufiger Fehler bei Dressuhren ist die Farbwahl. Farben spielen hier eine entscheidende Rolle. Doch es genügt, eine einfache Regel zu beachten: Dressuhren sollten minimalistisch sein.

Fehler: Auf der Party ein großartiger Gesprächsöffner. Beim Ball müssen Sie anders punkten.
Für strikt formelle Anlässe ist es wichtig, die Etikette bei Gehäusefarbe (Silber, Gold, Roségold), Band (schwarz, braun) und Zifferblatt (schwarz, weiß, creme oder silbern) einzuhalten. Für weniger formelle Events kann man diese Normen etwas aufweichen.
Bei freudigen Anlässen wie einer Feier oder Hochzeit sind auch Modelle mit farbigem Zifferblatt möglich. Ein blaues Blatt etwa gilt nach wie vor als sehr gesellschaftstauglich. Doch weiterhin gilt: Die Uhr sollte elegant, minimalistisch und nicht aufdringlich sein. Ein Farbakzent sollte zudem idealerweise mit weiteren Details Ihres Outfits harmonieren.

Hervorragende Wahl: Die Certina Big Date bleibt sehr elegant, und das farbige Zifferblatt greift die Krawattenfarbe auf.
Bei den Materialien ist es eigentlich ganz einfach: Metall und Leder.
Gehäuse sollten idealerweise aus Edelstahl sein, bei teureren Uhren aus Edelmetallen. Aber kein Plastik, Harz usw. Mit einer Kunststoff-Swatch oder einem G-Shock aus Resin liegen Sie hier daneben.

Fehler: Die G-Shock GA-100 ist großartig für die Freizeit, aber nicht für den Galaabend.
Bei Armbändern ist es ähnlich. Am elegantesten ist immer Leder. Alternative, umweltfreundliche Materialien sind möglich, aber NATO-Textilbänder sowie Silikon- oder Kunststoffbänder heben Sie sich für andere Gelegenheiten auf.
Metallarmbänder sind ebenfalls in Ordnung, dann jedoch in klassischen Metalltönen.

Hervorragende Wahl: Der Tissot Tradition mit Edelstahlgehäuse und Lederband.
Oft hat man zu Hause wirklich schöne Dressuhren. Beim Kauf wurden alle wichtigen Regeln beachtet: passende Größe, Eleganz, minimalistisches Design. Der Fehler passiert erst beim finalen Feinschliff mit dem Outfit.
Denn die Uhr ist kein Solitär, sondern Teil eines Ganzen – und das sollte gestalterisch harmonieren. Kurz gesagt: Metall zu Metall, Leder zu Leder.

Fehler: Gürtel und Armband passen nicht zusammen. Vom insgesamt sportlichen Stil der Uhr ganz zu schweigen. Das käme bei der Abschlussfeier nicht gut an.
Die Gehäusefarbe sollte idealerweise mit allen Metall-Accessoires harmonieren – etwa mit Manschettenknöpfen, Krawattenklammer oder Gürtelschnalle. Das gilt auch für Metallarmbänder.
Die Farbe des Lederbands wiederum sollte zu den Lederschuhen, dem Gürtel und gegebenenfalls Handschuhen passen. Wenn Sie verschiedene Schuhfarben tragen, legen Sie sich zum Wechseln mehrere Bänder in passenden Farbtönen zu.

Hervorragende Wahl: Das schwarze Band passt zu den schwarzen Schuhen.
Ursprünglich umfasste dieser Artikel nur fünf häufige Fehler bei der Wahl einer Uhr für einen formellen Anlass. Doch in letzter Zeit trifft man selbst auf sehr formellen Events immer öfter Herren, die ständig auf die Uhr schauen. Nicht, weil jemand sie nach der aktuellen Zeit gefragt hat, sondern weil eine Benachrichtigung eingegangen ist, sie auf eine Nachricht antworten oder einfach „checken, was es Neues gibt“.
Wir leben zwar in einer Zeit, in der wir unsere Gesundheit permanent überwachen und idealerweise immer online und erreichbar sein wollen. Aber Sie spüren es vermutlich selbst: Das ist keine ideale Wahl.

Man weiß einfach nicht: Geht er zum Tennis oder zu einem Geschäftstermin?
Smartwatches gehen am Handgelenk ständig an, vibrieren auch mal – und sind in jeder Hinsicht das Gegenteil einer Dressuhr. Sowohl ästhetisch als auch gesellschaftlich. Den Anzug haben wir ja auch nicht gegen einen bequemeren Jogginganzug getauscht und Lackschuhe nicht gegen Trailrunningschuhe.
Uhren sind nach wie vor ein zentrales Accessoire. Lassen Sie Smartwatches daher für Sport und Freizeit – und gönnen Sie sich zum perfekt sitzenden Sakko eine ebenso perfekt elegante Uhr.

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